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Mund- & Nasenschutzmasken problematisch für Schwerhörige

Wir haben einige Fragen zum Thema Mund- & Nasenschutzmasken in Zusammenhnag mit Schwerhörigkeit erhalten. Viele Betroffene haben Angst, dass sie durch den Mundschutz – der nicht nur im Spital sondern auch im derzeitigen Alltag wie in Supermärkten und eventuell auch bald im öffentlichen Bereich Einzug halten wird – große Schwierigkeiten in der direkten Kommunikation bekommen. Zum Verstehen sind Menschen mit Hörminderung auch auf Mimik und das Mundbild angewiesen. Kommunikation im öffentlichen Raum kann somit für Schwerhörige zu extremen Problemen und Herausforderungen führen.

Es ist schon klar, dass auf Grund der aktuellen Situation im Rahmen der Corona-Pandemieeindämmung das Tragen von Masken Thema ist. Dennoch muss es aus unserer Sicht auch klar erwähnt werden, dass so etwas im Alltag für schwerhörige Menschen eine große Belastung und Herausforderung darstellt.

Wenn Schwerhörige derzeit auf Kommunikation angewiesen sind, so empfehlen wir unseren schwerhörigen Mitgliedern und Klient/innen eigeninitiativ schriftliche Kärtchen oder Blätter mitzuführen, die auf den Umstand „Ich bin schwerhörig und brauche zum Verstehen auch das Mundbild“ hinweisen. Generell wird aktuell empfohlen, wo Sie es können den direkten Kontakt zu meiden und zu Hause zu bleiben! Wenn Sie es schaffen, dass Wege wie Einkaufen etc. von Familienmitgliedern oder Freunden und Nachbarn erledigt werden kann, dann nutzen Sie bitte diese Möglichkeit!

Irritierend aus Sicht Schwerhöriger sind derzeit Maßnahmen wie in Tschechien, wo Nachrichtensprecher/innen – obwohl allein im Studio – mit Mundschutz die Nachrichten verkünden. Das ist de facto für Schwerhörige als Rezipient/innen komplett kontraproduktiv. Einzige Alternative wäre hier eine Live-Untertitelung, was aber wohl in den erwähnten Fällen nicht gewährleistet ist. Wir hoffen und appellieren, dass man in den österreichischen elektronischen Medien auf diese Art der Berichterstattung mit Mundschutz weiterhin verzichtet!

Gesichtsmaske tragen als Schwerhörige

Welttag des Hörens am 3.3.2020: Lass Dich durch Hörminderung nicht einschränken!

Millionen Erwachsene leben mit einem beeinträchtigenden Hörverlust, aber nur jeder Dritte unternimmt etwas dagegen. Sie nehmen das Risiko beruflicher Schwierigkeiten, sozialer Isolation und zum Teil schwerwiegender Folgeerkrankungen in Kauf. Angesichts der hohen finanziellen und gesundheitlichen Folgen unversorgter Schwerhörigkeit rufen internationale Akustikerverbände, Hörsystemindustrie sowie Interessensvertretungen Schwerhöriger dazu auf, eine Hörminderung rechtzeitig diagnostizieren und versorgen zu lassen. Die deutschsprachige Kampagne zum Beispiel begeht den Welttag des Hörens 2020 mit dem Motto „Hör nicht auf!“ und ist ein Appell zur Vorsorge durch regelmäßige Hörtests: Für mehr Sicherheit im Alltag, weniger Höranstrengung, besseren Schlaf und gegen ein erhöhtes Demenz- und Depressionsrisiko.

LINZ

Vortrag „DIE SPRACHE DES HÖRENS: Kindern Flügel verleihen, CI-Hören verstehen Missverständnisse erkennen“
Freitag, 13. März 2020, 10.30 – 17.00 Uhr
Tagungsgetränke, Mittagessen und Snacks inkludiert!
Induktives hören während der gesamten Veranstaltung möglich!

Workshop „Wir reden miteinander und verstehen uns“
Freitag, 24. April 2020, 15.00 -18.00 Uhr

Workshop „Mein Ohr und ich“
Freitag 15. Mai 2020, 15.00 -18.00 Uhr