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Vereinsobfrau – Angelika Nebl

Liebe Vereinsmitglieder!

Wer hätte noch vor einigen Monaten geglaubt, dass das öffentliche Leben  einfach still steht und das Virus Corona die ganze Welt erobert? Für uns Betroffene ist die Maskenpflicht sehr erschwerend, weil ohne Lippenbild viele von uns keine Chance haben, zu verstehen! Sonja Klammer, die Rechnungsprüferin des Vereins vonOHRzuOHR ist eine begnadete Näherin und machte sich Gedanken und entwarf Masken mit abnehmbarer Folie für uns. Wie dies dann in der Praxis mit den Beratungen sein wird, werde ich in der nächsten Ausgabe des SprachRohrs berichten.

Mitte März erhielten wir die Aufforderung, die Beratungsstelle zu schließen und vorerst im Home-office zu agieren. Auf Facebook gab es auch einige Posts, dass wir telefonisch und per email jederzeit für Klienten und Mitglieder erreichbar wären. Wir hatten für alle Vereinsmitglieder stetig ein „offenes Ohr“ und waren telefonisch erreichbar. Selbstverständlich haben wir auch den Batterienservice für unsere Mitglieder organisiert und diesen entsprechend abgewickelt. Einige Vereinsmitglieder waren sehr verunsichert über die Maskenpflicht und klagten darüber, wie schwierig das Verstehen im täglichen Leben jetzt ist, wenn man kein Mundbild hat. Der Verein hat mit Hilfe eines Vereinsmitglied der Bundesregierung hierzu die entscheidende Frage gestellt. Uns wurde dann vom Bundeskanzleramt ein Antwortschreiben weiter geleitet – dass für schwerhörige Menschen die Masken  – zur besseren Verständlichkeit  – abgenommen werden dürfen, wenn dabei der Sicherheitsabstand  von 1 m gewahrt bleibt.

Hier ist der entsprechende Wortlaut dazu:

Nachricht der Bundesregierung

„Wichtig ist, mögliche Ansteckungen so weit wie möglich zu verhindern. Wird das Gegenüber nicht verstanden, wenn diese Person eine Maske trägt, kann die Maske selbstverständlich runtergenommen werden. Vor allem dann ist aber bitte unbedingt auf die Einhaltung des Sicherheitsabstandes zu achten, damit es zu keinem Tröpfchenflug bis zur anderen Person kommen kann.“

Beste Grüße und alles Gute

Team Sebastian Kurz

Leider wird es auch zu keinen Zusammenkünften über den Sommer zum Vereinstreff geben.

Petra Kaiblinger startet voraussichtlich am 10. September um 17 Uhr wieder. Aufgrund des Veranstaltungsverbot planen wir die Jahresvollversammlung für September. Ihre Einladungen werden zeitgerecht ausgeschickt.

Wir alle hoffen, dass wir weiter finanziert werden seitens der Fördergeber. Wir sind weiterhin gerne nach Terminvereinbarung in allen Belangen, wie Beratungen, Hörtrainings usw. für Sie da!

In diesem Sinne bleiben Sie alle gesund und ich freue mich sehr auf ein Wiedersehen!

Herzlichst Angelika Nebl sowie das gesamte Team vonOHRzuOHR

Mund- & Nasenschutzmasken problematisch für Schwerhörige

Wir haben einige Fragen zum Thema Mund- & Nasenschutzmasken in Zusammenhnag mit Schwerhörigkeit erhalten. Viele Betroffene haben Angst, dass sie durch den Mundschutz – der nicht nur im Spital sondern auch im derzeitigen Alltag wie in Supermärkten und eventuell auch bald im öffentlichen Bereich Einzug halten wird – große Schwierigkeiten in der direkten Kommunikation bekommen. Zum Verstehen sind Menschen mit Hörminderung auch auf Mimik und das Mundbild angewiesen. Kommunikation im öffentlichen Raum kann somit für Schwerhörige zu extremen Problemen und Herausforderungen führen.

Es ist schon klar, dass auf Grund der aktuellen Situation im Rahmen der Corona-Pandemieeindämmung das Tragen von Masken Thema ist. Dennoch muss es aus unserer Sicht auch klar erwähnt werden, dass so etwas im Alltag für schwerhörige Menschen eine große Belastung und Herausforderung darstellt.

Wenn Schwerhörige derzeit auf Kommunikation angewiesen sind, so empfehlen wir unseren schwerhörigen Mitgliedern und Klient/innen eigeninitiativ schriftliche Kärtchen oder Blätter mitzuführen, die auf den Umstand „Ich bin schwerhörig und brauche zum Verstehen auch das Mundbild“ hinweisen. Generell wird aktuell empfohlen, wo Sie es können den direkten Kontakt zu meiden und zu Hause zu bleiben! Wenn Sie es schaffen, dass Wege wie Einkaufen etc. von Familienmitgliedern oder Freunden und Nachbarn erledigt werden kann, dann nutzen Sie bitte diese Möglichkeit!

Irritierend aus Sicht Schwerhöriger sind derzeit Maßnahmen wie in Tschechien, wo Nachrichtensprecher/innen – obwohl allein im Studio – mit Mundschutz die Nachrichten verkünden. Das ist de facto für Schwerhörige als Rezipient/innen komplett kontraproduktiv. Einzige Alternative wäre hier eine Live-Untertitelung, was aber wohl in den erwähnten Fällen nicht gewährleistet ist. Wir hoffen und appellieren, dass man in den österreichischen elektronischen Medien auf diese Art der Berichterstattung mit Mundschutz weiterhin verzichtet!

Gesichtsmaske tragen als Schwerhörige

Welttag des Hörens am 3.3.2020: Lass Dich durch Hörminderung nicht einschränken!

Millionen Erwachsene leben mit einem beeinträchtigenden Hörverlust, aber nur jeder Dritte unternimmt etwas dagegen. Sie nehmen das Risiko beruflicher Schwierigkeiten, sozialer Isolation und zum Teil schwerwiegender Folgeerkrankungen in Kauf. Angesichts der hohen finanziellen und gesundheitlichen Folgen unversorgter Schwerhörigkeit rufen internationale Akustikerverbände, Hörsystemindustrie sowie Interessensvertretungen Schwerhöriger dazu auf, eine Hörminderung rechtzeitig diagnostizieren und versorgen zu lassen. Die deutschsprachige Kampagne zum Beispiel begeht den Welttag des Hörens 2020 mit dem Motto „Hör nicht auf!“ und ist ein Appell zur Vorsorge durch regelmäßige Hörtests: Für mehr Sicherheit im Alltag, weniger Höranstrengung, besseren Schlaf und gegen ein erhöhtes Demenz- und Depressionsrisiko.

LINZ

Vortrag „DIE SPRACHE DES HÖRENS: Kindern Flügel verleihen, CI-Hören verstehen Missverständnisse erkennen“
Freitag, 13. März 2020, 10.30 – 17.00 Uhr
Tagungsgetränke, Mittagessen und Snacks inkludiert!
Induktives hören während der gesamten Veranstaltung möglich!

Workshop „Wir reden miteinander und verstehen uns“
Freitag, 24. April 2020, 15.00 -18.00 Uhr

Workshop „Mein Ohr und ich“
Freitag 15. Mai 2020, 15.00 -18.00 Uhr