Aktivitäten Projekt von OHRzuOHR

Aufklären, vorsorgen, beraten

Prävention Gesundheitsvorsorge wird für immer mehr Unternehmen zum Thema. Hörbeeinträchtigungen werden noch unterschätzt. Rund 540.000 Beschäftigte gibt es in OÖ und 19 Prozent davon sind von einer Hörschwäche betroffen. In direkten Zahlen sind das ca. 103.220 ArbeitnehmerInnen, Tendenz steigend, in etwa 11.305 Betrieben.

 
Gemäß stetig durchgeführten Stichprobenanalyses des Projektes vonOHRzuOHR seit dem Jahre 2004 konnten diese Zahlen bis heute immer wieder mehrfach bestätigt werden.
 
Diese Dimensionen machen betroffen und lassen einem erstmals auch die Schwierigkeiten, die damit im täglichen Arbeitsprozess auftauchen können, überdenken. Der Verein "Von Ohr zu Ohr" hat sich hier der Aufklärungsarbeit verschrieben und bietet konkret den oö. Unternehmen kostenlose Beratung der Mitarbeiter an.
 
Sichern des Human Capital

"Geistige und körperliche Fitness ist gerade im Berufsleben das Um und Auf. Und die Wirtschaft erkennt, dass Maßnahmen zur Sicherung des Human Capital Investitionen in eine gesunde Unternehmenszukunft sind", so Projektkoordinatorin Fr. Dipl.-Fachwirtin Birgit Laux-Flajs als selbst Betroffene. Sie sieht ihr Engagement einerseits als Schnittstelle zwischen Arbeitgeber/innen und bereits betroffenen Arbeitnehmer/innen, andererseits bietet "Von Ohr zu Ohr" auch grundlegende Aufklärungs- und Präventivarbeit.

 
Das Interesse der Unternehmen ist groß, wohl auch deshalb, weil die Initiative keine bloße Alibiaktion bleibt. "Wir arbeiten mit Betroffenen nach der Beratung, die auf Wunsch anonym passiert, ganz konkret weiter. Etwa bei der Adaptierung des Arbeitsplatzes oder beim Besuch zum Facharzt und stehen auch auf emotionaler Ebene für Betroffene zur Verfügung. Es gibt eine Vielzahl von technischen Hilfsmitteln, die schwerhörigen Personen das Leben erleichtern und wir können hier unterstützen und informieren", was gerade mit Inkrafttreten des Antidiskrimierungsgesetzes im Jahre 2006 auch für Unternehmer/innen von großer Bedeutung ist, erzählt Laux-Flajs aus der Praxis.
 
Will ein Unternehmen ein derartiges Projekt installieren, dann fallen für derartige Dienstleistungen keine Kosten an. Dieses Projekt wird durch das Sozialministeriumservice Landesstelle Oberösterreich gefördert.